Drahtgewebe-Messung nach DIN/ISO 9044


Drahtdurchmesser

Der Durchmesser des Drahtes nach dem Verweben kann mit den folgenden Verfahren ermittelt werden:

1.) durch Messen von Drähten, die aus dem Gewebe entnommen wurden (z. B. mit Mikrometerschraube);

2.) durch Messen der Drähte im Gewebe, soweit ausreichend Platz für das Messinstrument vorhanden ist.

Die Toleranz, die der Draht vor dem Verweben hatte,

kann im verwebten Zustand wegen der starken Verformung nicht mehr festgestellt werden. Der verarbeitete Nenndrahtdurchmesser kann jedoch über die empirische Gewichtsformel errechnet werden.

Mikrometerschraube zur Messung des Drahtdurchmessers

Maschenweite (Messreihenverfahren)

Bei diesem vereinfachten Verfahren wird die Anzahl der Teilungen (p) für eine bestimmte Länge (L) festgestellt. Diese Länge wird durch die Anzahl der Teilungen dividiert, wodurch man den Mittelwert der Teilungen erhält. Zieht man davon den Drahtdurchmesser (d) ab, erhält man die Maschenweite (w).

Messschieber für Maschenweiten über 4 mm,

Um den arithmetischen Mittelwert der Maschenweite zu erhalten, müssen so viele Teilungen gemessen werden, wie notwendig sind, um einen zuverlässigen statistischen Wert zu erhalten.

Messreihe mit fester Länge, z.B. Fadenzähler,

Bei Maschenweiten zwischen 16 und 1 mm sind 10 Teilungen, bei kleineren Maschenweiten bis 0,1 mm 20 Teilungen abzuzählen.

Messreihe mit bestimmter Länge, für Maschenweiten 1 bis 16 mm

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